Tutelaris Silesiae

Drehbuch, Regie, Schnitt: Michał Bernardyn
Besetzung: P. Stefan Norkowski OP, Piotr Czesław Baron OPs, Andrzej Bujnowski OP, Wojciech Czwichocki OP, Michał Brejnak
Kamera: Piotr Bartos, Piotr Wolski
Musik: Kevin MacLeod
visuelle Effekte: Mitch Martinez
Grafik: Barbara Bernardyn
Originaltext: „Tutelaris Silesiae” - Abraham Bzowski OP
Übersetzung: Prof. Teresa Szostek
ausführender Produzent: Michał Bernardyn
Förderer der Verehrung: P. Norbert Oczkowski OP
Produktion: soul seed media, Polnische Provinz des Predigerordens
FALLSTUDIE
Tutelaris Silesiae — das mittelalterliche Wrocław zwischen Dokumentation und Spielfilm
„Tutelaris Silesiae — das Leben des seligen Czesław Odrowąż” ist ein dokumentarisches Projekt mit Spielszenen über einen der ersten polnischen Dominikaner und den Schutzpatron von Wrocław. Die Produktion entstand als siebenteilige Serie sowie als etwa 50-minütiger Film und verbindet historische Erzählung, inszenierte Szenen, Ikonografie und Aufnahmen an Orten, die unmittelbar mit der erzählten Geschichte verbunden sind.
Die Herausforderung
Die Geschichte einer Person, die im 13. Jahrhundert lebte, bedeutet eine sehr begrenzte Menge unmittelbarer historischer Materialien. Der Film kann nicht auf Archivaufnahmen oder Fotografien basieren, wie dies bei einem Dokumentarfilm über die neuere Geschichte möglich wäre.
Wir mussten daher eine Filmsprache finden, die einerseits den dokumentarischen und historischen Charakter bewahrt und dem Zuschauer andererseits ermöglicht, sich Menschen, Orte und Ereignisse vor fast acht Jahrhunderten vorzustellen.
Unser Ansatz
Wir entschieden uns, die dokumentarisch-publizistische Ebene mit inszenierten Szenen, historischer Ikonografie, Grafik und visuellen Effekten zu verbinden.
Dadurch funktionieren historische Informationen nicht ausschließlich als Kommentar, sondern werden durch Bilder ergänzt, die dabei helfen, in die Welt des mittelalterlichen Wrocław und die Geschichte der ersten Dominikaner einzutauchen.
FORMAT
Sieben Episoden und eine vollständige Filmfassung
Dokumentarserie
Das Projekt wurde als sieben jeweils etwa achtminütige Episoden konzipiert. Jeder Teil konnte eigenständig funktionieren und war zugleich Bestandteil einer größeren Geschichte über das Leben des seligen Czesław, die Anfänge der Dominikaner und das mittelalterliche Wrocław.
Das Episodenformat ermöglichte es, die einzelnen Teile nacheinander zu veröffentlichen und die Geschichte über mehrere Wochen hinweg weiterzuentwickeln.
Ein Film von etwa 50 Minuten
Dasselbe Material wurde außerdem als vollständiger Dokumentarfilm mit einer Länge von etwa 50 Minuten aufbereitet.
Dadurch konnte das Projekt gleichzeitig als Online-Serie und als eigenständige, längere Erzählung für Ausstrahlungen und Vorführungen funktionieren.
GESCHICHTE
Der selige Czesław und die Anfänge der Dominikaner in Wrocław
Eine Persönlichkeit, die mit der Geschichte der Stadt verbunden ist
Czesław Odrowąż gehörte zur ersten Generation polnischer Dominikaner. Seine Geschichte ist mit den Anfängen des Predigerordens in Mitteleuropa verbunden, vor allem aber mit Wrocław, wo er das Dominikanerkloster gründete.
Der Film erzählt sowohl von seinem Leben als auch von der Stellung, die er in Geschichte und Tradition der Stadt einnahm, deren Schutzpatron er wurde.
Geschichte, Überlieferung und Legende
Über das Leben des seligen Czesław sind historische Quellen, spätere Überlieferungen und Legenden über die ihm zugeschriebenen Wunder erhalten.
Eines der bekanntesten Motive ist die Geschichte von der Verteidigung Wrocławs während des Mongoleneinfalls im Jahr 1241, als der Überlieferung zufolge über dem betenden Czesław eine Feuerkugel erschienen sein soll.
REALISIERUNG
Historische Innenräume statt gebauter Kulissen
Dreharbeiten in Wrocław
Ein Teil der Aufnahmen entstand in den historischen Räumen des Dominikanerklosters in Wrocław, darunter auch in dessen Krypten.
Die authentischen Innenräume ermöglichten es, die Erzählung in Räumen anzusiedeln, die unmittelbar mit dem Protagonisten verbunden sind, und den Bedarf an künstlich gebauten historischen Kulissen zu reduzieren.
Zwei Drehtage
Das Bildmaterial entstand an zwei Drehtagen in Wrocław und Warschau.
Bei einem Projekt mit sieben Episoden, inszenierten Szenen, Aussagen und verschiedenen Erzählebenen erforderte dies eine sehr präzise Produktionsvorbereitung und Planung der Einstellungen.
VISUELLE EBENE
Historische Quellen, Grafik und visuelle Effekte
Ikonografisches Material
Im Film wurden außerdem historische Illustrationen und ikonografische Materialien eingesetzt, die Elemente der damaligen Welt zeigen, die sich mit zeitgenössischen Aufnahmen nicht rekonstruieren lassen.
Zu den Quellen gehörten unter anderem Materialien aus den Beständen der Universitätsbibliothek Wrocław, der British Library und polnischer Bibliotheken.
Postproduktion als Teil der Erzählung
Grafik und visuelle Effekte sollten die Geschichte nicht ersetzen, sondern beim Erzählen helfen und unterschiedliche Materialarten miteinander verbinden.
Inszenierte Szenen, Aussagen, historische Illustrationen und zeitgenössische Aufnahmen der Orte mussten schließlich als eine visuell zusammenhängende Geschichte funktionieren.
Leistungsumfang
- Drehbuch
- Regie
- ausführende Produktion
- Vorbereitung der inszenierten Szenen
- Dreharbeiten in Wrocław und Warschau
- Aufnahmen in historischen Innenräumen und Krypten
- Arbeit mit historischem ikonografischem Material
- Schnitt der siebenteiligen Serie
- Schnitt der vollständigen Filmfassung
- Grafik und visuelle Effekte
- Produktion von Bildungsfilmen
- Filmproduktion und Postproduktion
JUBILÄUM
Ein Film zum Jubiläumsjahr des seligen Czesław
Zwei historische Jahrestage
Das Projekt entstand im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr des seligen Czesław.
In diese Zeit fielen zwei wichtige Jahrestage: der 300. Jahrestag seiner Seligsprechung sowie der 50. Jahrestag der Ernennung des seligen Czesław zum Schutzpatron von Wrocław.
Geschichte in einer zeitgemäßen Filmsprache
Ziel war es nicht nur, das Jubiläum zu dokumentieren, sondern Material zu schaffen, das auch nach Ende der Feierlichkeiten relevant bleibt.
Die Verbindung von Dokumentarfilm, inszenierten Szenen und einer Bildungsebene ermöglichte es, die Geschichte einer mittelalterlichen Persönlichkeit in einer für heutige Zuschauer zugänglichen Form zu erzählen.
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